Chronische Erkrankung

Eine chronische Erkrankung ist ein gesundheitliches Problem von langer Dauer, das in der Regel nicht vollständig heilbar ist. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft Krankheiten als chronisch ein, wenn sie länger als sechs Monate andauern. Typisch für chronische Erkrankungen ist ein in Schüben auftretender oder sich langsam verschlechternder Verlauf. Chronische Erkrankungen erfordern eine kontinuierliche medizinische Betreuung und eine Angleichung der Lebensweise der betroffenen Person.

Merkmale einer chronischen Erkrankung

  • Die Erkrankung besteht über einen langen Zeitraum, oft lebenslang.
  • In den meisten Fällen können nur die Symptome behandelt und das Fortschreiten der Krankheit verlangsamt, nicht jedoch die Ursache beseitigt werden.
  • Die Entstehung ist oft durch mehrere Faktoren bedingt und kann genetische, umweltbedingte und durch den Lebensstil bedingte Ursachen umfassen.
  • Chronisch Kranke sind auf regelmäßige medizinische Überwachung, die Einnahme von Medikamenten oder andere therapeutische Maßnahmen angewiesen.
  • Die Erkrankung und ihre Behandlung können das tägliche Leben, die Arbeitsfähigkeit und das soziale Umfeld erheblich beeinträchtigen.

Beispiele für chronische Erkrankungen

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck oder koronare Herzkrankheit
  • Stoffwechselstörungen, z. B. Diabetes mellitus Typ 2
  • Atemwegserkrankungen wie Asthma oder COPD
  • Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Arthrose oder Rheuma.
  • neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose oder Morbus Parkinson
  • psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen
  • Krebserkrankungen

Das Ziel der Behandlung chronischer Erkrankungen ist es, die Symptome zu lindern, das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen und die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten bestmöglich zu erhalten. Dies erfordert oft einen interdisziplinären Ansatz, der Ärzte, Therapeuten und die aktive Mitarbeit der Betroffenen einschließt.