Wenn Schlupflider zur Last werden
Schwere, hängende Augenlider sind weit mehr als nur ein kosmetisches Thema. Was in jüngeren Jahren vielleicht nur als „müder Blick“ wahrgenommen wird, entwickelt sich mit zunehmendem Alter oft zu einer spürbaren Einschränkung der Lebensqualität. Wenn das erschlaffte Gewebe des Oberlids so weit absinkt, dass es über die Wimpern drückt und das Sichtfeld einengt, sprechen Mediziner von ausgeprägten Schlupflidern.
Eine Lidstraffung (in der Fachsprache: Blepharoplastik) gehört heute zu den sichersten, etabliertesten und am häufigsten durchgeführten Routineeingriffen in der ästhetischen und plastischen Chirurgie – auch und gerade in der zweiten Lebenshälfte. Erfahren Sie in diesem umfassenden Ratgeber, warum dieser Eingriff weit mehr als eine Frage der Eitelkeit ist, wie die Operation genau abläuft und wie Sie die für Sie passenden, zertifizierten Spezialisten finden.
Mit den Jahren durchläuft unser Körper vollkommen natürliche Veränderungen. Die Produktion von Kollagen und Elastin nimmt ab, wodurch die Haut massiv an Elastizität verliert. Da die Haut rund um unsere Augenpartie ohnehin eine der dünnsten am gesamten Körper ist (sie ist viermal dünner als die Gesichtshaut), zeigen sich hier Erschlaffungen besonders schnell.
Gibt der ringförmige Augenmuskel allmählich nach und erschlafft das Bindegewebe, kann das tieferliegende Fettgewebe der Augenhöhle leicht nach vorne drängen. Das Resultat: Das Gewebe des Oberlids sinkt herab. Bei vielen Menschen über 60 oder 70 Jahren bildet sich eine so stark ausgeprägte Hautfalte, dass sie im schlimmsten Fall bis über den Wimpernkranz hängt.
Während bei Patienten um die 40 oft der rein ästhetische Wunsch im Vordergrund steht, wieder wacher und jugendlicher auszusehen, haben ältere Patienten meist ganz pragmatische, gesundheitliche Gründe für den Wunsch nach einer Oberlidstraffung. Häufige medizinische und alltägliche Beschwerden durch Schlupflider sind:
Eine professionelle Oberlidstraffung entfernt den Haut- und Fettüberschuss äußerst schonend. Das Ergebnis ist nicht nur ein deutlich entspannterer Gesichtsausdruck, sondern vor allem die Rückkehr eines freien Blickfeldes.
Eine der häufigsten Sorgen von Senioren oder deren Angehörigen lautet: „Ist eine Operation direkt am Auge und in meinem Alter noch sicher?“
Die klare Antwort darauf lautet: Ja. Die Lidstraffung ist ein standardisierter, hochpräziser aber sehr risikoarmer Eingriff. Er findet in den allermeisten Fällen rein ambulant statt – Sie dürfen die Praxisklinik also noch am selben Tag wieder verlassen und in Ihrer gewohnten Umgebung schlafen.
Anders als bei großen Operationen ist eine belastende Intubationsnarkose (Vollnarkose) bei einer reinen Oberlidstraffung absolut nicht notwendig. Der Eingriff wird in der Regel unter örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) durchgeführt – oft auf Wunsch in Kombination mit einem leichten Dämmerschlaf. Sie spüren keinerlei Schmerzen, bleiben entspannt, muten Ihrem Herz-Kreislauf-System aber nicht die Risiken einer tiefen Narkose zu. Das macht das Verfahren ideal für Senioren.
Der behandelnde Facharzt plant den Schnitt exakt in der natürlichen Lidfalte. Dort wird der millimetergenaue Überschuss an Haut und, falls nötig, an hervorgetretenem Fettgewebe schonend entfernt. Durch die Platzierung des Schnitts in der Umschlagfalte ist die spätere winzige Narbe bei geöffnetem Auge nahezu unsichtbar. Der Eingriff dauert für beide Augen zusammen meist nicht länger als 45 bis 60 Minuten.
Nach dem Eingriff sind die Lider zunächst geschwollen, und es können leichte bis mäßige Blutergüsse (blaue Flecken) auftreten. Das ist eine völlig normale Begleiterscheinung, die sich gut behandeln lässt.
Mit welchen Investitionen in Ihre Lebensqualität müssen Sie rechnen? Die Preise variieren je nach individuellem Aufwand, Region und dem gewählten Facharzt. In Deutschland beginnen die Kosten für eine reine Oberlidstraffung meist bei ca. 1.800 bis 2.500 Euro.
Zahlt das die Krankenkasse?
In den meisten Fällen gelten ästhetische Eingriffe als Privatleistung. Liegt jedoch eine sogenannte „medizinische Indikation“ vor – also wenn Ihr Augenarzt beispielsweise per Gesichtsfeldmessung (Perimetrie) nachweist, dass Ihr Sichtfeld durch das hängende Lid objektiv stark und sicherheitsgefährdend eingeschränkt ist – kann bei der Krankenkasse ein Antrag auf Kostenübernahme gestellt werden. Fragen Sie hierzu am besten Ihren Augenarzt oder direkt den operierenden Chirurgen, der Ihnen bei der Einschätzung der medizinischen Notwendigkeit hilft.
Der Weg zu einem freien Blickfeld und mehr Wohlbefinden im Alltag beginnt immer mit der richtigen Information und einer fundierten, unabhängigen Beratung. Ob eine Operation für Sie das Richtige ist, kann am Ende nur ein zertifizierter Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie klären.
Lassen Sie sich nicht von hunderten Praxis-Websites im Internet verwirren – nutzen Sie den Service von aboelo, um sich sicher, gezielt und transparent zu orientieren.
Ist eine Lidstraffung der richtige Schritt für Sie?
Der Weg zu mehr Komfort im Alltag beginnt stets mit guten Informationen und den besten medizinischen Experten. Es ist entscheidend, einen solchen Eingriff nur von zertifizierten, erfahrenen Fachärzten durchführen zu lassen, die genau verstehen, worauf es im Alter ankommt.
Genau hier unterstützt Sie aboelo. Wir helfen Ihnen, den Dschungel an medizinischen Angeboten zu durchdringen und den perfekten Ansprechpartner zu finden.
Wie geht es weiter? Nutzen Sie unseren kurzen, unverbindlichen Orientierungs-Fragebogen. Wählen Sie einfach den Bereich aus, der Sie oder Ihre Angehörigen am meisten interessiert (in diesem Fall: Gesicht / Augen). Wir werten Ihre Antworten systematisch aus und sorgen dafür, dass Sie von renommierten Partner-Ärzten aus Ihrer Nähe kontaktiert werden. Diese stellen Ihnen konkrete Angebote und Beratungsmöglichkeiten zur Verfügung.
Dieser Service ist für Sie völlig kostenlos, absolut diskret und verpflichtet Sie zu nichts. Es ist lediglich der sicherste erste Schritt auf Ihrem Weg zu mehr Lebensqualität.