Glossar
Mit einer Vorsorgevollmacht bevollmächtigen Sie eine Vertrauensperson, für Sie zu handeln, wenn Sie Ihre Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln können. In der Regel ist dann keine gerichtlich bestellte Betreuung nötig.
Bankgeschäfte, Zahlungsverkehr und Verträge.
Wohnungsangelegenheiten und Heimvertrag.
Einwilligung in ärztliche Eingriffe und Operationen.
Sie können die Vollmacht für alle Bereiche oder nur für einzelne erteilen. Für besonders riskante Eingriffe, Zwangsmaßnahmen oder eine Unterbringung muss die Vollmacht diese Befugnisse ausdrücklich und schriftlich nennen (§ 1820 BGB).
Rechtlich gilt eine Vorsorgevollmacht in der Regel ab der Unterschrift, auch wenn Sie noch selbst entscheiden können. Im Innenverhältnis können Sie mit der bevollmächtigten Person vereinbaren, dass sie die Vollmacht erst bei Ihrer Entscheidungsunfähigkeit nutzen darf. Ein Betreuer wird nicht bestellt, soweit die Angelegenheiten durch eine bevollmächtigte Person besorgt werden können (§ 1814 BGB).
Gesetzlich ist keine Form vorgeschrieben, die Schriftform mit Ort, Datum und Unterschrift wird dringend empfohlen. Für Grundstücksgeschäfte ist eine notarielle Beurkundung nötig, Banken verlangen häufig eigene Vordrucke. Die Unterschrift kann bei der Betreuungsbehörde oder einem Notar beglaubigt werden. Registrieren können Sie die Vollmacht im Zentralen Vorsorgeregister.
Die Betreuungsverfügung legt fest, wen das Gericht als Betreuer einsetzen soll. In der Patientenverfügung regeln Sie medizinische Behandlungen am Lebensende. Vertrauen Sie nur Personen, denen Sie Ihr Vermögen anvertrauen würden, und benennen Sie eine Ersatzperson.
Hinweis
Das Glossar erklärt Begriffe allgemein und ersetzt keine ärztliche, rechtliche oder steuerliche Beratung im Einzelfall.
Im Glossar finden Sie Begriffe zu Pflege, Gesundheit, Vorsorge und Finanzen von A bis Z.